Zielarten des Beobachtungsprojekts „Frühe Falter“

  • C-Falter (Polygonia c-album), (c) Hans Erdmann/NABU-naturgucker.de
    C-Falter (Polygonia c-album), (c) Hans Erdmann/NABU-naturgucker.de

Auf dieser Seite können Sie sich mit allen Zielarten des Beobachtungsprojekts „Frühe Falter“ vertraut machen. Scrollen Sie nach Belieben durch die Seite oder gelangen Sie durch Klicken auf die Titel in der untenstehenden Liste direkt zu der Art, die Sie gerade anschauen möchten.

Admiral (Vanessa atalanta)

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Admiral, (c) Sabine Frey/NABU-naturgucker.de
Admiral, (c) Sabine Frey/NABU-naturgucker.de

Der Admiral gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). In Deutschland wird sein Bestand momentan als ungefährdet eingestuft.

Diese Tiere sind vergleichsweise groß, sie haben eine Flügelspannweite von 55 mm bis 65 mm. Auf der Oberseite sind die Flügel auffällig schwarz-braun, weiß und rot gefärbt. Halten die Tiere ihre Flügel zusammengeklappt, zeigen sich die bunt wirkende, schwarz, weiß, rot und blau gemusterte Unterseite der Vorderflügel und die hellbraun bis schwarz marmorierte Unterseite der Hinterflügel.

Vereinzelte Überwinterungen als erwachsene Falter sind in Deutschland zu beobachten. Meist handelt es sich bei den früh im Jahr zu beobachtenden Individuen um Zuwanderer aus Südeuropa; die Flugzeit im Frühjahr beginnt für gewöhnlich im März. In den folgenden Monaten lassen sich hierzulande viele dieser Schmetterlinge beobachten. Zum Herbst hin setzt dann die Wanderung ins Mittelmeergebiet ein, wo die Admirale überwintern.

Verwechslungsarten

Unter den in Deutschland heimischen Schmetterlingsarten ist an sich keine verwechslungsträchtige Spezies. Sogar mit seinem nächsten Verwandten, dem → Distelfalter (Vanessa cardui), ist der Admiral an sich nicht zu verwechseln. Letzterer hat ein eher hellbraunes Erscheinungsbild, während die Grundfarbe des Admirals klar schwarzbraun ist.

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Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

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Männlicher Aurorafalter, (c) Gerhard Gräf/NABU-naturgucker.de
Männlicher Aurorafalter, (c) Gerhard Gräf/NABU-naturgucker.de

Der Aurorafalter ist ein Vertreter der Familie der Weißlinge (Pieridae). Zurzeit gilt er in Deutschland als ungefährdet.

Bei diesen Tieren handelt es sich um eher kleine Falter mit einer Flügelspannweite von 35 mm bis 45 mm. Auf der Oberseite sind die Flügel der Weibchen fast vollständig weiß, sie zeigen dort lediglich einige kleine schwarze oder dunkelgraue Flecken. Männliche Individuen sind an ihren auffälligen orangefarbenen Bereichen der Vorderflügel gut zu erkennen. Individuen beider Geschlechter lassen sich anhand des gelblichgrünen bis gelblichgrauen Musters auf der Unterseite der Flügel sicher als Aurorafalter bestimmen.

Als Puppe erfolgt die Überwinterung bei dieser Schmetterlingsart. Etwa ab März schlüpfen aus den Puppen erwachsene Schmetterlinge, deren Flugzeit bis Ende Mai dauert. Die Raupen des Aurorafalters fressen bevorzugt an Schaumkräutern der Gattung Cardamine, sind darüber hinaus aber auch häufig auf der → Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) zu beobachten.

Verwechslungsarten

Eine gewisse Verwechslungsgefahr besteht bei flüchtiger Betrachtung oder beim Anschauen der Flügeloberseiten mit Individuen anderer Schmetterlingsarten aus der Familie der → Weißlinge. Dies gilt insbesondere für weibliche Aurorafalter. Deshalb ist es generell sinnvoll, die Flügelunterseiten zu betrachten, anhand derer sich Aurorafalter sicher bestimmen lassen.

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C-Falter (Polygonia c-album)

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C-Falter, (c) Jens Winter/NABU-naturgucker.de
C-Falter, (c) Jens Winter/NABU-naturgucker.de

Der C-Falter ist ein Mitglied der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Momentan wird er in Deutschland in seinem Bestand als ungefährdet eingestuft.

Mit ihrer Flügelspannweite von 40 mm bis 50 mm sind diese tagaktiven Schmetterlinge mittelgroß. Ihr namensgebendes Merkmal ist auf der Unterseite der Hinterflügel zu finden: ein weißes „C“ auf bräunlichem bis graugelbem Grund. Typisch ist außerdem der gebuchtete Flügelrand. Orange ist die Grundfärbung der Oberseite beider Flügelpaare. Darauf befindet sich ein charakteristisches Muster aus gelblichen, braunen und schwarzen Flecken. Ein relativ kontrastarmes Muster in denselben Farbtönen weist die Unterseite der Vorder- und Hinterflügel auf.

In Mitteleuropa überwintern C-Falter als erwachsene Individuen. Sobald es im Spätwinter oder frühen Frühling ein wenig wärmer und sonnig wird, fliegen die ersten Individuen. Oft sind sie dann beim Besuchen früh blühender Pflanzen zu beobachten – oder sie ruhen mit ausgebreiteten Flügeln und wärmen sich im Sonnenlicht.

Verwechslungsarten

Bei flüchtiger Betrachtung können C-Falter mit dem → Großen Fuchs (Nymphalis polychloros) und dem → Kleinen Fuchs (Aglais urticae) verwechselt werden. Anhand der C-förmigen Zeichnung auf der Unterseite der Hinterflügel und den deutlich ausgebuchteten Flügelrändern sind die C-Falter aber gut zu erkennen. Hinzu kommt, dass die Oberseite der Flügel bei ihnen deutlich anders gezeichnet ist: Es gibt viele kleine dunkle Bereiche und keine gelblichen länglichen Flecken wie etwa beim Kleinen Fuchs. Auch fehlt der Saum aus blauen und schwarzen Flecken.

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Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

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Kleiner Fuchs im Doppelpack, (c) Jörg Blaschke/NABU-naturgucker.de
Kleiner Fuchs im Doppelpack, (c) Jörg Blaschke/NABU-naturgucker.de

Er gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Derzeit gilt der Kleine Fuchs in Deutschland als ungefährdet.

Diese Schmetterlinge sind tagaktiv und mittelgroß, ihre Flügelspannweite beträgt zwischen 40 mm und 50 mm. Typisch für sie ist ihre charakteristische rötliche Grundfärbung mit schwarzer und gelblicher Zeichnung der Oberseite der Vorder- und Hinterflügel. Am Rand (= marginal) sind besonders im frischen Zustand einzelne himmelblau gefärbte Flecken erkennbar. Auf den Vorderflügeln gibt es außerdem charakteristische weiße Flecken. Die Hinterflügel sind zum Körper hin zumeist dunkelbraun. Sie wirken in frischem Zustand bei einigen Individuen schwärzlich.

Den Winter überdauern diese Tiere als erwachsene Schmetterlinge (Imagines). Sie suchen dafür geschützte Orte wie zum Beispiel Keller, Dachböden, Garagen oder natürliche Verstecke wie beispielsweise Baumhöhlen auf. Schon an den ersten warmen Tagen des Spätwinters oder sehr frühen Frühlings lassen sich diese Schmetterlinge mitunter beobachten. Mehrheitlich werden sie im März und April wieder aktiv und pflanzen sich fort. Im weiteren Jahresverlauf treten ein bis zwei weitere Generationen des Kleinen Fuchses auf.

Verwechslungsarten

Es kann zu Verwechslungen mit ebenfalls sehr zeitig im Jahr fliegenden und recht ähnlich aussehenden → Großen Fuchs (Nymphalis polychlorus) kommen. Dieser hat aber nicht die beschriebene dunkle Färbung der Hinterflügel und ist größer als der Kleine Fuchs. Zudem finden sich bei ihm die blauen Randflecken nur auf den Hinterflügeln.

Grundsätzlich kommt für eine Verwechslung außerdem der → C-Falter (Polygonia c-album) in Frage, wenn nur oberflächlich hingeschaut wird. Die Färbung beziehungsweise Zeichnung auf der Oberseite der Flügel ist bei dieser Schmetterlingsart jedoch anders und die Flügelränder sind stark gebuchtet.

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Tagpfauenauge (Aglais io)

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Tagpfauenauge, (c) Bärbel Serwazi/NABU-naturgucker.de
Tagpfauenauge, (c) Bärbel Serwazi/NABU-naturgucker.de

Das Tagpfauenauge gehört zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Momentan gelten seine Bestände in Deutschland als ungefährdet. Nahezu überall sind diese Insekten anzutreffen.

Mit einer Flügelspannweite von 50 mm bis 55 mm ist das Tagpfauenauge vergleichsweise groß. Anhand der auffälligen Augenflecken, von denen je einer die Oberseite der Vorder- und Hinterflügel ziert, ist die Art leicht zu erkennen. Die Grundfarbe der Oberseite der Vorder- und Hinterflügel ist ein kräftiges Rostrot. Auf der Unterseite sind Vorder- und Hinterflügel unauffällig bräunlich gemustert.

Für diese Schmetterlingsart ist die Überwinterung im Erwachsenenstadium, also als Falter, üblich. Meist werden die Tiere ab März wieder aktiv. Bei milden Temperaturen sind zuweilen bereits im Februar erste Individuen draußen anzutreffen.

Während des Herbstes suchen Tagpfauenaugen nach geeigneten Überwinterungsquartieren, die windgeschützt und nicht zu trocken sein sollten. Dabei dringen sie zuweilen in Gebäude ein, wo sie zum Beispiel in Kellerräumen zu finden sind. Versuchen die Falter eine Überwinterung auf Dachböden, sterben sie oft, weil es dort für gewöhnlich zu trocken ist. In der Natur überwintern Tagpfauenaugen unter anderem in Höhlen oder Fuchsbauen.

Verwechslungsarten

Erwachsene Individuen des Tagpfauenauges sind aufgrund ihrer auffälligen Augenflecken und wegen ihres Musters auf der Oberseite der Flügel nicht mit anderen Schmetterlingen zu verwechseln.

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Trauermantel (Nymphalis antiopa)

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Trauermantel, (c) Istvan und Sabine Palfi/NABU-naturgucker.de
Trauermantel, (c) Istvan und Sabine Palfi/NABU-naturgucker.de

Der Trauermantel ist ein Vertreter der Schmetterlinge aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Im Vergleich zu früheren Zeiten gibt es heute weniger Trauermäntel in Deutschland, weshalb die Art inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt wird. Momentan kommen diese schönen Insekten vor allem in montanen Gebieten wie dem Schwarzwald sowie in Bereichen im Osten Deutschlands vor. Eine Sichtung ist in jedem Fall etwas Besonderes!

Mit seiner Flügelspannweite von 55 mm bis 75 mm ist der Trauermantel eine stattliche Erscheinung. Er ist hauptsächlich schwarz-braun gefärbt und es gibt auf der Oberseite der Vorder- und Hinterflügel ein gelbliches Band, an das sich nach innen blaue Flecken anschließen (sogenannte Postdiskalflecken). Nach der Überwinterung ist das Gelb oft stark verblasst und wirkt dann eher weißlich.

Deutlich schlichter ist die Färbung der Flügelunterseiten. Diese sind überwiegend grauschwarz und haben einen blassen, hellgelben Rand. Wie auf der Oberseite gibt es auf der Unterseite der Vorderflügel an der Vorderkante zwei helle Flecken.

In witterungsgeschützten Verstecken wie zum Beispiel Baumhöhlen überwintern die erwachsenen Falter. Zumeist sind die Tiere ab März wieder aktiv.

Verwechslungsarten

Keine andere in Deutschland vorkommende Schmetterlingsart sieht so aus wie der Trauermantel. Verwechslungen scheiden somit normalerweise aus.

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Zitronenfalter (Gonepterix rhamni)

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Zitronenfalter, (c) Rolf Jantz/NABU-naturgucker.de
Zitronenfalter, (c) Rolf Jantz/NABU-naturgucker.de

Die Art gehört zur Familie Weißlinge (Pieridae). Deutschlandweit gilt der Zitronenfalter derzeit als ungefährdet, doch er ist nicht mehr überall häufig.

Der Zitronenfalter ist ein großer, auffälliger und tagaktiver Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 50 mm bis 55 mm. Männchen dieser Schmetterlingsart sind aufgrund der zitronengelben Färbung und der charakteristischen Ausbuchtungen an den Hinterflügeln im Spätwinter und im zeitigen Frühling unverwechselbar. Weibchen sind ein wenig blasser gelblich gefärbt. Sie sind aber zu Jahresbeginn für gewöhnlich die einzigen gelben Tagfalter in unserer heimischen Natur und somit leicht als Zitronenfalter zu erkennen.

Weil diese Falter bei uns als erwachsene Tiere (Imagines) im Freiland überwintern, sind sie mitunter sogar an warmen Wintertagen bereits im Februar unterwegs. Ab März zeigen sich diese Schmetterlinge bei passenden Witterungsbedingungen an vielen Stellen. Diese Überwinterer pflanzen sich fort und legen den Grundstein für eine weitere Generation, die ab Juni in Erscheinung tritt. Bis dahin sind alle Individuen, die überwintert haben, längst gestorben.

Verwechslungsarten

Später im Jahr könnten Zitronenfalter mit den ebenfalls gelb gefärbten Tagfaltern aus der Gattung Colias verwechselt werden. Weil unser Beobachtungsprojekt aber hauptsächlich in die Monate März und April fällt, ist die Verwechslungsgefahr recht klein.

Die ein wenig fahler gelb gefärbten weiblichen Zitronenfalter können bei flüchtiger Betrachtung im Sommer mit einigen anderen → Weißlingen verwechselt werden. Dies geschieht häufig vor allem dann, wenn die Tiere im Flug beobachtet werden.

Artimpressionen

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